René bei Topographie des Terrors. Mit KI bearbeitet.

Topographie des Terrors

Ich rede über Vertrauen, Augenhöhe, Menschen mitnehmen. Manche fragen sich manchmal, warum mir das so wichtig ist.

Gestern war ich in Berlin. Mit einem alten Schulfreund, den ich seit über 40 Jahren kenne.

Erst im Stelenfeld. Dann im unterirdischen Ort der Information darunter. Dann in der Topographie des Terrors.

Ich bin ehrlich: Es hat mich wieder tief erwischt. Nicht zum ersten Mal. Aber jedes Mal aufs Neue.

Im Ort der Information gehst du durch Räume, die eigentlich nur dokumentieren. Nüchtern und chronologisch. Genau das macht es so schwer auszuhalten. Du liest Namen. Siehst Gesichter. Liest Briefe von Leuten, die einfach nur Menschen waren.

Irgendwie hörst du auf, Besucher zu sein.

Das ist keine neue Erkenntnis für mich, aber sie wird jedes Mal klarer:

Wie systematisch es funktioniert hat, Menschen zu entwerten. Schritt für Schritt. Erst in der Sprache. Dann in Strukturen. Dann physisch.

Das klingt weit weg von Führung und IT-Projekten. Aber für mich ist da eine direkte Linie.

Weil Entwertung nicht mit dem Großen anfängt. Sie fängt im Kleinen an. Im Ton. Darin, ob jemand in einem Meeting überhaupt gefragt wird. Darin, ob jemand als Mensch wahrgenommen wird oder nur als Funktion.

Ich führe nicht über Druck oder Hierarchie. Das ist keine Methode, die ich mir irgendwann angeeignet habe. Das ist eine Überzeugung, die ich seit Jahrzehnten mit mir trage.

Und gestern stand sie wieder vor mir. Groß und unverhandelbar.

Ich bin froh, dass ich mit jemandem dort war, mit dem ich seit 40 Jahren wirklich reden kann. Das war gestern wichtig.

Falls du noch nie da warst: Geh hin! Absolutes Muss!

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