René - Mit Hilfe von KI erstelltes Bild.

Tag 1

Heute Morgen bin ich in ein Gebäude gegangen, in dem mich niemand kennt.

Genau das war das Beste an diesem Tag.

Wo? Sag ich nicht. Für wen? Auch nicht. Das gehört jetzt noch nicht hierher.

Aber ich erzähle mal, was mich heute kurz vor 9 durch die Tür getragen hat:

Da drin sitzt eine IT-Abteilung, die seit Monaten komplett unter Wasser ist. Zu viele Projekte auf einmal, viel zu wenig Luft. Alle rennen, und trotzdem hat man das Gefühl, es wird nicht weniger.

Und dann komme ich da rein. Der Neue, den keiner kennt.

Ehrlich? Ich freu mich wie ein kleiner Junge. Weil genau da für mich der interessante Teil anfängt.

Ich fang nämlich nicht mit den Projekten an. Ich weiß, das klingt komisch für einen, den man wegen genau dieser Projekte holt. Aber ich fang mit den Leuten an.

Bevor ich auch nur ein System anfasse, will ich wissen:
—> Wer hält den Laden hier eigentlich am Laufen?
—> Wer hat schon zehnmal gesagt, was schiefläuft, und wurde zehnmal überhört?
—> Und wie zeige ich denen, dass ich nicht der nächste bin, der nach drei Monaten wieder weg ist?

Das steht in keinem Projektplan. Dauert auch. Und ist trotzdem das Wichtigste, was ich in diesen ersten Tagen tue.

Weil ich in 30 Jahren eins gemerkt habe: Die Technik kriege ich fast immer irgendwie hin. Aber Leute, die dir nicht vertrauen, die machen einfach zu. Und dann kannst du die schönste Roadmap malen, es passiert nichts.

Also ja. Tag 1. Niemand kennt mich. Ändert sich ab jetzt.

Ich freu mich drauf, hier Spuren zu hinterlassen. Nicht auf irgendeinem Server. Sondern bei den Menschen, die hoffentlich bald wieder durchatmen können.

💬 Wenn du an Tag 1 in einer Abteilung im Krisenmodus wärst — womit würdest du anfangen: mit den Projekten oder mit den Menschen?

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