Zu spät! Unzuverlässig?

Was ich von meinem Team erwarte, muss ich mir selbst zuerst abverlangen.
Klingt banal. Ist es nicht.

Ich kenne Führungskräfte, die Verlässlichkeit einfordern und selbst Termine verschieben. Die Transparenz predigen und im nächsten Meeting hintenrum reden. Die Eigenverantwortung wollen und bei jeder Kleinigkeit eingreifen.

Ich hab mich selbst dabei erwischt.

Mitten in der ERP-Migration bei WILKA. Termindruck von allen Seiten. Ich hatte meinem Projektteam in den Wochen davor immer wieder gesagt: Verlässlichkeit ist nicht verhandelbar. Termine. Zusagen. Kommunikation.

Und dann saß ich selbst zu spät im Statusmeeting.

Kein Drama. Niemand hat was gesagt.

Aber ich hab’s gespürt. Und hab mir danach eine Frage gestellt, die ich seitdem vor jeder Erwartung an andere stelle:

Lebe ich das gerade selbst vor?

Nicht immer. Ehrlich gesagt.

Aber die Frage allein verändert etwas. Sie hält mich authentisch. Führung fängt bei mir an. Immer.

✅ Vertrauen vor Technik. Menschen vor Prozessen.

Wo hast du zuletzt gemerkt, dass du selbst nicht das vorgelebt hast, was du von anderen erwartest?

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